1. „Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein“ (Mt. 6, 21): Eine glücklichere Jugend ohne „soziale” Medien
27. Oktober 2026, 20.00 Uhr – Gemeindehaus der Protestantischen Kirchengemeinde Eupen, Hookstraße 40 (Dauer: 90 Minuten)
Seit 2012 lässt sich vor allem unter Kindern und Jugendlichen weltweit eine massive Verschlechterung der mentalen Gesundheit verzeichnen. Ein Querschnitt vieler Studien beweist, dass es sich weder um Zufall noch um eine parallele Entwicklung handelt. Die Nutzung sozialer Medien wie Facebook, Instagram, Snapchat etc. ist ursächlich verantwortlich für den Rückgang im Wohlbefinden junger Menschen. Mädchen sind hiervon in anderer Form betroffen als Jungs. Dabei hat sich die Kindheit insgesamt verändert, und während junge Menschen heute im virtuellen Raum zu wenig Schutz erhalten, werden sie in der realen Welt oft viel zu sehr behütet, bis dahingehend, dass ihnen die Freiräume fehlen, ihre Persönlichkeiten entwickeln zu können. Gemeinsam wollen wir an diesem Abend dieser Entwicklung anhand sozialpsychologischer Studien nachgehen, sie aus der Sicht einer christlichen Ethik besprechen und Alternativen entwickeln, die Kindern und Jugendlichen ein Aufwachsen ohne soziale Medien, in der realen Welt und in Freiheit ermöglichen soll.
Erwachsenenbildungsreihe “Christliche Ethik in aktuellen Fragen – Antworten auf Fragen des Zusammenlebens”
Die Reihe “Christliche Ethik in aktuellen Fragen – Antworten auf Fragen des Zusammenlebens” greift einige aktuelle Beiträge aus Wissenschaft und Gesellschaft auf, um sie mit Fragen christlicher Ethik zu verbinden. Gemeinsam ist allen Themen, dass wir versuchen möchten, Antworten auf aktuelle Fragen zu geben, die uns immer wieder in unserem Alltag begegnen, und diese Antworten auch gemeinsam weiterentwickeln möchten. Eine Besonderheit der Reihe ist dabei, dass die hier besprochenen Bücher und Themen sprichwörtlich christlich „gelesen” werden. Das heißt, dass wir davon ausgehen, dass die zugrundeliegenden Themen letztlich Menschheitsthemen sind, die es schon lange gibt, und die deshalb letztlich auch schon in der Bibel eine Rolle spielen. Aktuelle Fragen wie der Umgang mit sozialen Medien entspringen nicht zuletzt der Frage, worauf wir im Leben Wert legen und wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen wollen und können. Eine immer größere Durchdringung unserer Lebensbereiche mit Regeln wirft die uralte Frage auf, wie weit Gesetze und Regeln unser Leben bestimmen, und rufen damit auch Luther auf den Plan, der die Bibel und das eigene Gewissen in den Mittelpunkt seines Welt- und Glaubensverständnisses rückte. Fragen der Vergebung wiederum werden in der Bibel reichlich behandelt, doch könnte man heute den Eindruck gewinnen, dass die Welt immer gnadenloser wird. Den Abschluss der Reihe bildet eine gemeinsame Überlegung zum Thema Glaube und Zweifel sowie die Frage, in welchem Verhältnis diese vermeintlichen Gegensätze zueinanderstehen.
Die Veranstaltungen beinhalten je einen Vortrag und je nach Thema auch Einzel- und Partnerarbeitsphasen.
Referent: Dr. Nicholas Williams



