Licht fürs dunkle Burundi

Burundi ist ein kleines Land in Zentralafrika und zählt gut 10 Millionen Einwohner, deren Durchschnittsalter 17 Jahre beträgt. 20 Prozent aller Kinder zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten, wobei sie über keinerlei – oder keine abgeschlossene – schulische Ausbildung verfügen. Und dabei ist Bildung der einzige Weg, um den Menschen in Burundi, dem ärmsten Land der Welt, mittelfristig eine Zukunft zu ermöglichen.

Krankheiten, Teenagerschwangerschaften oder Geldmangel führen dazu, dass Kinder überhaupt nicht zur Schule gehen oder die Schule ohne Abschluss verlassen. Viele dieser Kinder landen auf der Suche nach Arbeit (die es nicht gibt…) auf der Straße. Protestantse Solidariteit (Protestantische Solidarität) setzt sich auf unterschiedliche Weise für eine Bekämpfung dieser Missstände ein.

Der erste Schritt ist die Schaffung eines vollwertigen Unterrichtssystems und von Schulen, in denen Krankheiten bekämpft werden und auf Hygiene geachtet wird. Zu den Voraussetzungen dafür gehören frisches Wasser und Seife. Teenagermütter werden begleitet, indem sie eine verkürzte schulische Ausbildung sowie ein beschränktes Startkapital erhalten, mit dem sie ein kleines Geschäft gründen können. Straßenkinder werden nachts von der Straße geholt, aufgefangen und wieder zur Schule begleitet.

In den Schulklassen, die oft 70 Kinder und mehr zählen, fehlt es häufig an elementarem Schulbedarf. Oft bricht es mir das Herz, wenn ich bedenke, wie gut unsere Kinder und Enkel es haben und wie schwer das Leben für diese Kinder und Jugendlichen ist, die sich barfuß einen Weg durch ein unruhiges Land bahnen müssen, in dem Politiker lieber an ihre eigene Zukunft denken als an die ihrer Jugend. Darum will sich Protestantse Solidariteit weiterhin dafür einsetzen, dass Kinder und Jugendliche eine Schulausbildung erhalten beziehungsweise dass sie ihre Schulen nicht vorzeitig verlassen.

Burundi ist von der Sonne gesegnet. Aber in den langen Nächten schlafen Tausende von Kindern und Jugendliche mit verdüstertem Herzen auf der Straße. Sie werden von der Organisation African Revival Minsitries (ARM) aufgesammelt, mit Nahrung versehen und zur Schule geschickt. So entstehen kleine Lichtpunkte in ihren schwierigen Leben.

Oder, wie Kinder in Gitega für uns sangen: „Wir stehen nun am Ufer des Jordan und sehen bereits das Licht des gelobten Landes.“

 

Dr. Rudy Liagre

Sie können dieses Licht weitergeben, indem Sie eine Geldspende auf die Kontonummer BE37 0680 6690 1028 der Protestantse Solidariteit überweisen. Verwendungszweck: „ARM – Onderwijs voor iedereen“ (Unterricht für alle).

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